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07.08.2017

Beim Füttern lassen sich Alpakas streicheln

Ferienprogramm | Kinder erkunden Biobauernhof bei Effringen / Müslimischung mundet den flauschigen Vierbeinern

Wildberg-Effringen. Hinrich Rathje ist der Hofverwalter des Unteren Berghofs in Wildberg, einem Biobauernhof außerhalb vom Stadtteil Effringen. Hier leben auf 100 Hektar – das sind umgerechnet rund 140 Fußballfelder – jede Menge Bauernhoftiere in artgerechter Haltung. Mitten unter ihnen sind auch 14 Alpakas mit zwei Jungtieren, davon eins gerade mal eine Woche alt.

Eins der Tiere ist gerade einmal eine Woche alt

Die scheuen und flauschigen Tiere sind eigentlich in den peruanischen Anden beheimatet, fühlen sich aber in Wildberg mittlerweile sehr wohl. Der Besitzer des Biobauernhofes ist gleichzeitig Inhaber einer Bettwarenfabrik und stellt aus dem Fell der Alpakas hochwertige Zudecken und Matratzen her. Dazu werden die Tiere einmal pro Jahr geschoren.

Acht Mitglieder des CDU Stadtverbandes Wildberg, allen voran Denise Eisele, betreuten gemeinsam den innerhalb Kürze ausgebuchten "Tag auf dem Biobauernhof", bei dem sie den sechs- bis zehnjährigen Kindern alles rund um die Tierhaltung zeigten und erklärten. Gemeinsam gab es Spiele wie Eierlaufen und auf der Strohburg im Stall durfte getobt werden.

Das riesige Ausmaß des Geländes stellte manches der Kinder vor eine große Herausforderung, und so musste hin und wieder ein "verirrtes" Kind von den Betreuern eingesammelt und zur Gruppe zurück gebracht werden. Der Effringer Imker, Rainer Urff, hält rund um den Biobauernhof 20 Bienenvölker, wovon er eins aufs Gelände mitgebracht hatte, um den Kindern die Herstellung von Honig und das Leben der Bienen zu veranschaulichen.

Damaris Rathje, Ehefrau des Verwalters und ebenfalls Mitbetreuerin bei dieser Veranstaltung, erklärte bei einem Rundgang durch den Wirtschaftsbetrieb, dass die wertvollen und sensiblen Alpakas nicht nass werden dürfen, damit ihr schönes weißes Fell nicht schimmelt. Die genügsamen Tiere verbringen nur die trockenen Tage auf der eingezäunten Wiese, wobei die Muttertiere von den Deckhengsten getrennt untergebracht sind.

Einige der Kinder waren schon mehrfach auf dem Unteren Berghof, trotzdem war es für alle ein besonderes Erlebnis, gemeinsam mit dem Verwalter, Hinrich Rathje, das Gatter zu öffnen und inmitten der Alpakas zu stehen. Rathje hatte einen Eimer mit Spezialmüsli für die Tiere vorbereitet, die Kinder durfte den Alpakas Müsli auf der flachen Hand zum Fressen anbieten und dabei deren kuschelweiches Fell streicheln. Der Verwalter erklärte den Kindern, dass sie den sensiblen Tieren vorsichtig begegnen und sich langsam bewegen sollten, um sie nicht zu erschrecken.

Zum Abschluss rösten die Besucher Stockbrot

Nachdem alle Tiere auf der Koppel mit Müsli gefüttert waren, trafen sich die Kinder wieder auf dem Grillplatz mit Rutschbahn und kleinem Swimming-Pool am Rande des Bauernhofs, um dort über der heißen Glut des Lagerfeuers Stockbrot zu rösten.

Zum Abschluss des Aufenthaltes auf dem Biobauernhof stand noch eine Fahrt durchs Gelände mit Traktor und Anhänger auf dem Programm, bevor die Ferienkinder von ihren Eltern abgeholt wurden und über ihre Erlebnisse beim Biobauern erzählen konnten.

Von: Sabine Stadler (Schwarzwälder Bote)