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03.08.2017

»Nicht nur mehr Master, auch mehr Meister«

Bilder: Denise Eisele

Hauptredner des Hoffests war Manuel Hagel, seit April 2016 Mitglied des Landtags für den Alb-Donau-Kreis, Mitglied der Ausschüsse für "Ländlichen Raum und Verbraucherschutz" sowie für "Inneres, Digitalisierung und Migration" und seit Juni 2016 Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg. Er graste in seinem Vortrag Themen wie Bildungspolitik, Kinderbetreuung, Integration und die christlich-soziale Grundeinstellung ab, die der CDU zugrunde liege.

Porsche gegen Seifenkiste

Voll Inbrunst betonte er die Wichtigkeit des Handwerks: "Nicht nur mehr Master, sondern auch mehr Meister", rief er aus. Nicht nur Studenten, auch Handwerker müssten subventioniert werden. Und: "Für die CDU in Baden-Württemberg ist jeder junge Hauptschüler, jeder junge Realschüler genauso viel Wert wie ein Abiturient." Er wurde dabei nicht müde, zum Schlag gegen die SPD auszuholen: "2011 haben die einen Porsche übernommen, 2016 eine Seifenkiste übergeben", urteilte er über deren Bildungspolitik. "Es muss auch der dümmste Sozialdemokrat in Deutschland begreifen, dass das ein schlechtes Geschäft war." Für die CDU gelte Chancengleichheit am Anfang, nicht Ergebnisgleichheit am Ende.

In seinen Ausführungen stoppen konnte ihn nur der immer wieder aufkommende Applaus für seine energisch vorgetragenen Aussagen. "Familien, die ihre Kinder zu Hause erziehen, sind echte Vorbilder" – Applaus von allen Plätzen. Nicht vor der Islamisierung, sondern vor der Entchristianisierung müsse man Angst haben – zustimmendes Murmeln. Langanhaltender Applaus verabschiedete Manuel Hagel nach einer Fragerunde schließlich.

Anerkennung erfuhr Hagel auch von seinen Vorrednern: Landtagskollege Thomas Blenke bezeichnete ihn als "ganz tollen Verbündeten" und betitelte es als Zeichen der Wertschätzung, dass Hagel Wildberg bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres besuchte. Bürgermeister Ulrich Bünger dankte zunächst den Hofbetreibern dafür, dass die Veranstaltung überhaupt stattfinden konnte. "Die Landwirtschaft ist für uns ein ganz wichtiger Standortfaktor", sprach er für die Stadt Wildberg.

Den hohen Stellenwert der Landwirtschaft betonte auch Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel: "Wir wissen, dass in der Landwirtschaft gewaltiges geleistet wird", versicherte der Bundestagsabgeordnete. Die Lebensqualität im ländlichen Raum müsse erhalten werden, um einer Landflucht vorzubeugen. Spontan schüttelte er ein paar Ideen aus dem Ärmel, wie er im Rahmen seiner Wahlkampagne den ländlichen Raum fördern und mehr Leute in die Wirtshäuser locken könnte. So sorgte er für heitere Stimmung.

Von: Jacqueline Geisel (Schwarzwälder Bote)